Ein Kunstwerk: Wie ein Skulpturenhotel aussieht, das 36 Jahre lang gebaut wurde

Der uruguayische Künstler Carlos Paes Vilaro hat 36 Jahre gebraucht, um Casapueblo auf einer abgelegenen Landzunge über dem Meer von Hand zu bauen – halb Schloss, halb Skulptur.

Heute ist das Gebäude, in dem ein Luxushotel untergebracht ist, eine der Hauptattraktionen Uruguays.

Dieses weitläufige Hotel auf den Felsen könnte behaupten, das ungewöhnlichste Hotel der Welt zu sein!

Es erinnert an die Bauten Gaudis oder die weißen Hütten auf der griechischen Insel Santorin, doch im Gegensatz zu diesen Bauten findet man hier keine einzige gerade Linie.

Das Hotel mit dem Namen Casapuebla liegt in der Nähe des noblen uruguayischen Ferienortes Punta del Este, wo sich Prominente gerne entspannen.

Es wurde von dem kürzlich verstorbenen uruguayischen Künstler Carlos Paes Vilaro entworfen und von Hand gebaut.

Am Bau, der sich über fast vier Jahrzehnte erstreckte, waren nur Paez Vilaro selbst und die einheimischen Fischer beteiligt, die in diesem einst verlassenen Gebiet lebten.

Der Hotelkomplex besteht aus 13 übereinander gestapelten Terrassen. Das Erdgeschoss bietet einen Blick auf den Strand.

Die Zimmer unterscheiden sich nicht, wie üblich, durch ihre Räume, sondern durch die Symbole, die Vilaro selbst gemalt hat.

Er sagt, er habe diesen Standort für den Bau des Hotels gewählt, weil man von hier aus herrliche Sonnenuntergänge bewundern kann. Neben den Zimmern verfügt das Hotel auch über eine Bar, ein Spa und ein Kunstmuseum.

Villaro, der Erbauer des Hotels Casapueblo, war ein begeisterter Reisender. Er war mit vielen berühmten Persönlichkeiten befreundet, darunter Pablo Picasso und Brigitte Bardot. Er kaufte das Grundstück für den Bau des Hotels im Jahr 1958, und seine Freunde und Investoren halfen ihm, das Geld aufzubringen.

Die Baumaterialien entstanden zunächst in einem Lagerhaus, gefolgt vom Bau eines Künstlerateliers.

Erst dann begann Vilaro mit dem Bau des Gebäudes, dessen Formen, wie der Künstler selbst zugab, von “mediterraner Architektur, Backöfen und der Form des weiblichen Körpers” inspiriert waren.

Er ummantelte die Wände des Gebäudes mit Zement und gab ihnen von Hand die bizarrsten Formen.

Darüber hinaus schuf er viele Nischen und dekorative Fenster in den Wänden und stellte zahlreiche Kunstgegenstände auf – hauptsächlich Souvenirs, die er von seinen vielen Reisen mitbrachte.

Er verwandelte das Gebäude in einen Aufbewahrungsort für seine Erinnerungen.

Mit seiner gebrochenen weißen Farbe hebt sich das Gebäude vom Himmel und vom Meer ab, während ein Geflecht aus Türmen, Korridoren, Tunneln und unterirdischen Gängen das Gebäude in ein märchenhaftes Labyrinth verwandelt.

Das Gebäude beherbergt nicht nur mehrere Bars, sondern auch die Küchen, die den Gästen zur Verfügung stehen.

Außerdem sind an der Außenseite des Gebäudes Nischen angebracht, in denen die Vögel nisten können, so dass die Gäste das Leben der Vogelfamilien aus nächster Nähe bewundern können.

Paez Vilaro sagte, dieses Gebäude sei “durchdrungen von der Energie derer, die hier lebten und deren Architektur ihnen viele unvergessliche Momente bescherte”.

Der Künstler selbst verbrachte hier den Rest seines Lebens, bevor er 2014 im Alter von 90 Jahren starb.

Nachdem Vilaro diese Welt verlassen hatte, beschloss seine Familie, das prächtige Haus zu seinem Gedenken für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das Hotel-Museum wird von Vilaros zweiter Frau geleitet.

Das Hotel bietet seinen Gästen eine Auswahl von 72 Apartments unterschiedlicher Größe auf verschiedenen Etagen. Das Museo de Vilaro ist für jedermann zugänglich, nicht nur für Hotelgäste.

Das Museum ist von 10 Uhr morgens bis zur Abenddämmerung geöffnet, wenn eine “Sonnenzeremonie” stattfindet, ein künstlerischer Akt, der von der Stimme Vilaros begleitet wird: Die Moderatoren der Zeremonie spielen eine Aufnahme ab, auf der der Künstler sein Gedicht über die Sonne rezitiert.

Carlos Paes Vilaro lebt seit vielen Jahren mit seiner zweiten Frau Annette zusammen. Sie haben sechs Kinder, von denen der Älteste, Carlito Paez, 1972 weltweit Schlagzeilen machte: Er war einer von nur 16 Überlebenden eines Flugzeugabsturzes in den Anden und überlebte 72 Tage in den Bergen, während er auf Hilfe wartete.

Quelle: startface.net

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