Aufstehen und gehen: ein Gehirnimplantat hat Patienten erstmals geholfen, Parkinson-Symptome loszuwerden

Zum ersten Mal hat ein Patient im Vereinigten Königreich die Symptome der Parkinson-Krankheit mit Hilfe eines winzigen Gehirnimplantats gelindert. Die Daily Mail berichtet.

Der erste Patient, der sich dieser ungewöhnlichen Behandlung unterzog, war der Brite Tony Howells. Das Southmead Hospital in Bristol hat als erstes Krankenhaus der Welt einem Patienten ein mikroskopisch kleines Gerät zur Tiefenhirnstimulation (DBS) implantiert. Das Gerät hilft, elektrische Impulse an die geschädigten Teile des Gehirns zu übertragen.

Laut Howells versuchte er, vor der Operation nach draußen zu gehen, konnte aber nur 200 Meter von seinem Auto aus gehen.

“Nach der Operation bin ich wieder spazieren gegangen und konnte vier Kilometer laufen. Es war unglaublich”, sagte der Patient.

Derzeit gibt es weltweit keine Heilung für die Parkinson-Krankheit, eine degenerative Erkrankung des Nervensystems. Zu den Symptomen der Krankheit gehören unwillkürliches Zittern, langsame Bewegungen und eine mangelnde Beweglichkeit der Muskeln.

“Man merkt erst, wie schwerwiegend die Parkinson-Krankheit ist, wenn sie einen selbst trifft. Normalerweise wird das Binden der Schnürsenkel zu einer großen Herausforderung”, bemerkt Tony Howells.

Er gibt zu, dass sein Leben viel glücklicher geworden ist, weil er wieder Golf spielen und Haushaltsaufgaben viel schneller erledigen kann als früher.

Die Idee ist, eine ziemlich große Batterie, ähnlich einem Herzschrittmacher, in den Brust- oder Bauchraum des Patienten zu implantieren. Die Drähte sind mit der Batterie verbunden und verlaufen unter der Haut des Menschen zum Gehirn.

Das neue DBS-System ist das kleinste, das je hergestellt wurde; es umfasst ein winziges Batteriesystem für ein Gerät, das in den Schädel implantiert wird. Das Gerät gibt elektrische Impulse an bestimmte Bereiche des Gehirns ab. Es wird darauf hingewiesen, dass die Operation nur drei Stunden dauert.

 

Quelle: www. focus.сom

 

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